Nachdem die Rote Armee am 16. April 1945 die deutschen Stellungen bei den Seelower Höhen durchbrochen hatte, lag die Region nun auf der Hauptstoßrichtung der sowjetischen Truppen in Richtung Berlin.
Für die Bevölkerung bedeutete das zunächst Chaos und Panik. Der Befehl zur Evakuierung kam oft zu spät oder erreichte die Dörfer nicht mehr, weshalb viele Einwohner von Falkenberg in ihren Häusern ausharrten oder in die Wälder flohen, um der Front zu entgehen. Gleichzeitig strömten Tausende von Flüchtlingen aus den östlichen Provinzen durch die Dörfer, vermischt mit den chaotischen, sich auflösenden Resten der Wehrmacht, des Volkssturms und der SS.
Briesen als Eisenbahnknotenpunkt wurde in den Apriltagen unter schweres Artillerietrommelfeuer genommen. In Falkenberg, das etwas abseits des Bahnknotens lag, litt vor allem unter dem chaotischen Rückzug der deutschen Verbände. Die Dorfstraßen wurden zu Todesfallen, gesäumt von zerstörten Fahrzeugen und gefallenen Soldaten und Zivilisten. Hauptursache für zivile Opfer waren der Granatbeschuss und die wahllosen Angriffe. Keller und notdürftig ausgehobene Gräben waren die einzigen Schutzräume.

Zahlreiche Häuser und landwirtschaftliche Gebäude wurden zerstört. Das Gut Falkenberg, das über Jahrhunderte die soziale und wirtschaftliche Struktur des Dorfes bestimmt hatte, erlitt schwere Schäden. Teilweise wurden Gebäude absichtlich in Brand gesteckt, um sie nicht in Feindeshand fallen zu lassen.
Nach dem Durchbruch der Front begann die Phase der Besetzung. Diese Übergangszeit war von Gewalt, Plünderungen und Beschlagnahmung von Vieh, Lebensmitteln und Wertgegenständen durch die siegreichen Truppen geprägt. Die Bevölkerung lebte in extremer Angst und Unsicherheit. Als die Kampfhandlungen allmählich abklangen, stand die Region in Trümmern.